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Das war er, der Suhler Kaufhof ...

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Die Kaufhofschilder sind demontiert und liegen auf dem Schrottplatz ...

Totalräumung bereits fast 4 Wochen früher ...

Und bezeichnend der Spruch: "Gnadenlos! Alles muss raus..."
natürlich auch das gesamte Personal,
das war's dann wohl, Bye Bye Kaufhof Suhl :-(((

Suhl, den 16. Dezember 2000


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Der Handelsriese Metro baut den Konzern völlig um

Thüringer Gewerkschaft: ein schwarzer Freitag für die Beschäftigten

Aus Freien Wort - Wirtschaft und Soziales vom 14. November 1998 auf Seite 4:

Köln (dpa/red). Europas größter Handelskonzern Metro will sich von insgesamt 16 Milliarden DM Umsatz trennen, um die Rendite zu verbessern.

Der Umbau betreffe rund 34 000 Mitarbeiter der insgesamt 235 000 Angestellten der Gruppe, sagte Vorstandssprecher der Metro AG, Klaus Wiegandt, gestern.

Die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) kritisierte das Vorhaben. HBV-Vorstandsmitglied Franziska Wiethold bezeichnete die Metro-Maßnahme als "Arbeitsplatzvernichtungsprogramm". Der Thüringer HBV-Landesverband sprach von einem "schwarzen Freitag" für die Beschäftigten.

Im einzelnen will sich Metro von Computer- und Schuhgeschäft, den Modemärkten und der Discountmarktkette Tip trennen. Aus der Sparte Waren- und Kaufhäuser würden die Kaufhalle-Gruppe sowie 25 auch langfristig unrentable Kaufhof-Standorte veräußert, sagte Wiegandt. Beim Großhandel verkauft der Konzern den Bürofachhandel und den Zustellgroßhandel. Auch andere "Randaktivitäten" wie etwa im Möbelbereich (Divi/Roller) werden abgegeben. Insgesamt gehe es um 2000 Standorte.

Erwerber der abgestoßenen Metro-Töchter ist eine Neugründung mit dem Kunstnamen DIVAG. Sie soll Gemeinschaftsunternehmen der Metro Gesellschaft mit Finanzinvestoren unter Führung der Deutschen Bank AG sein. Die Metro AG werde an der Gesellschaft eine Minderheitsbeteiligung von unter 50 Prozent erhalten. Die ausgegliederten Gesellschaften werden noch im Dezember zu einem Buchwert von insgesamt zwei Milliarden DM an die DIVAG übertragen.

Ziel sei, die Gesellschaften in den kommenden drei Jahren "zügig optimal zu verwerten", sagte Wiegandt. Für fünf bis sechs Gesellschaften sei der Gang an die Börse geplant.

Einige Standorte müßten voraussichtlich geschlossen werden. Ein Teil der Kaufhallen-Standorte solle in den Metro-Konzern eingegliedert werden. Metro erwarte aus der Verwertung einen deutlichen Überschuß, betonte Wiegandt.

Die Metro AG konzentriert sich damit ausschließlich auf die vier Kerngeschäftsfelder Cash&Carry (Metro/Makro), SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte (Real, Extra), Nonfood-Fachmärkte (Media/Saturn, Praktiker) und Warenhäuser (Galeria/Kaufhof). Diesem Programm des Vorstandes hatte der Aufsichtsrat der Metro AG zugestimmt.

Situation für Beschäftigte noch unklar

In diesem Jahr hat der Umbau den Angaben zufolge keine Auswirkungen auf den Umsatz und Gewinn. 1997 hatte der Konzern 64 Milliarden DM umgesetzt und einen Gewinn von knapp 623 Millionen DM erwirtschaftet.

Die Kaufhof Warenhaus AG wird sich bei dieser Umstrukturierung von 143 Kaufhallen- und 25 Kaufhof-Filialen trennen mit insgesamt rund 11 000 Mitarbeitern. Was mit den Filialen und Mitarbeitern passiere, sei noch offen, sagte eine Kaufhofsprecherin am Freitag. In der Kaufhof Warenhaus AG bleiben über 129 Standorte mit rund 32 000 Mitarbeitern. Auch elf Kaufhallen-Filialen verbleiben in der Kaufhof Warenhaus AG. Zu den 25 Kaufhof-Filialen, die veräußert werden sollen, gehören zwölf Kaufhof-Geschäfte, fünf Mode&Sport- und acht Kerber-Filialen. Die zwölf Kaufhof-Geschäfte, die verkauft werden sollen, befinden sich in Amberg, Bremerhaven, Frankfurt-Bockenheim, Hamburg-Altona, Hamm, Ludwigshafen, Moers, Northeim, Neuwied, Plauen, Schwäbisch Gmünd und Wuppertal-Bremen. Die Mode&Sport-Häuser stehen in Frankfurt, Grevenbroich, Schwelm, Völklingen und Wetzlar. Die Kerber-Häuser sind in Alsfeld, Gießen, Herford, Lüneburg, Mayen, Siegen, Soest und Suhl.

Mit Zehntausenden Beschäftigten werde durch Ausgliederung, Verkäufe und Schließungen Monopoly gespielt, sagte Undine Zachlot von der HBV Thüringen. "Zweck dieser Aktion ist immer wieder nur, die Dividende der Aktionäre und die Gewinne der Konzerne zu sichern. Die Interessen der Menschen, die dahinter stehen, spielen bei diesem Spiel keine Rolle mehr", äußerte sie.


Der Kaufhof hat wieder einen neuen Besitzer

Standort soll nicht aufgegeben werden

Redaktionsmitglied Heike Jenzewski berichtet im Lokalteil Suhl von Freies Wort am 18. November 1998 auf Seite 16:

Suhl. Der Suhler Kaufhof gehört wohl inzwischen eher zu den Häusern mit wechselvoller Geschichte. Nun wird der Chronik ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Ende vergangener Woche wurde bekannt, daß sich Europas größter Handelskonzern Metro von zahlreichen Unternehmen trennen und insgesamt 16 Milliarden Mark Umsatz abstoßen will. Davon betroffen ist über einige Verschlingungen auch der Suhler Kaufhof (siehe FW vom 14.November).

Am 19. Dezember 1966 erfolgte der erste Spatenstich in Suhl für das künftige Centrum-Warenhaus, das am 13. September 1969 übergeben wurde. Der Betrieb galt bis zur Wende als Vorzeigeobjekt im Bezirk Suhl. Nach einem kurzen Intermezzo von Karstadt übernahm im Jahr 1991 Kaufhof das Warenhaus in bester Lage. Erst im vergangenen Jahr fand erneut ein Besitzerwechsel statt, als eine Kaufhof-Tochter -Kerber- das Ruder übernahm und das Haus umbaute.

Nun gehen mit zahlreichen anderen Unternehmen auch 12 Kaufhof-Standorte an die Divag. Sie ist eine Gesellschaft unter Führung der Deutschen Bank und mit einer Minderheitenbeteiligung der Metro. Wie Hans J. Enk, Geschäftsführer von Kerber in Fulda, gestern auf Freies Wort-Nachfrage betonte, gäbe es jedoch für das Warenhaus-Geschäft keine Umstellungen. "Der Einzelhandelsstandort bleibt, für die Kunden und die Mitarbeiter ändert sich nichts!" Es handele sich bei der Transaktion lediglich um eine Kapitalverknüpfung.

Ob der neue Besitzer erneut umbaue, davon wisse er nichts. "Der Beschluß zum Verkauf steht ja auch erst wenige Tage fest. Die Divag wird erst einmal in Ruhe alle Standorte analysieren und dann erst entscheiden", vermutet Hans J. Enk. Als Zeichen der Kontinuität betrachtet er, daß er auch für den neuen "Herren" weiter als Geschäftsführer auch für das Suhler Objekt zuständig sein soll. Mit den Geschäften in der Suhler Filiale sei man zufrieden, betonte Enk auf Nachfrage. Umsatzrückgänge seien allerdings wie überall im Osten auch in Suhl nicht auszuschließen.


Kaufhof-Besatzung ist optimistisch, daß es weitergeht

Ein Jahr Besitzstandswahrung ist den Mitarbeitern sicher

Am 19. November 1998 berichtet Freies Wort folgendes:

Suhl (ski). "Wir gehen davon aus, daß wir als Haus eine Chance haben, wenn man uns so weiterarbeiten läßt, wie wir das in den letzten zwei Jahren bereits erfolgreich getan haben."

Ingrid Mitschke, Betriebsrats-Vorsitzende im Suhler Kaufhof, ist optimistisch. Am Montag dieser Woche war sie gemeinsam mit der Geschäftsleitung des Hauses in Köln, um vom Vorstands-Vorsitzenden der Kaufhof-Warenhaus AG über die Veränderungen informiert zu werden. "Es gibt diese Mitteilungspflicht an den Betriebsrat per Gesetz. Allerdings hätten wir informiert werden müssen, bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden. Die Mitarbeiter haben von der Aktion über die Medien erfahren und waren verständlicherweise ziemlich geschockt", so die Betriebsrätin gestern auf Nachfrage von Freies Wort.

Ohnehin stehe den Mitarbeitern laut Paragraph 613a BGB ein Jahr Besitzstandswahrung zu. Aber auch darüber hinaus rechnet man sich gute Chancen aus. "Seit wir in der Kerber-Gruppe sind, können wir die Waren frei einkaufen und sind nicht mehr an die Kaufhof-Zentrale gebunden", betont Ingrid Mitschke. Dadurch könne man flexibler auf Kundenwünsche reagieren.

Am Haus selbst soll es mit der Umstellung keine äußeren Veränderungen geben. "Und wenn die Kunden nicht zusätzlich durch ständige Umbauten verwirrt werden, dann bleiben sie uns wohl erhalten", hofft die Betriebsratsvorsitzende. Außerdem: "Wenn man das Haus kaputtmachen will - aber davon gehen wir im Moment ausdrücklich nicht aus - dann stirbt auch die Stadt. Deshalb kann sich das eigentlich keiner von uns wirklich vorstellen !"

120 Mitarbeiter sind derzeit noch im Kaufhof beschäftigt, kurz nach der Wende waren es noch 600. 90 Prozent von ihnen arbeiten verkürzt - zwischen vier und sechs Stunden. Ingrid Mitschke sieht damit schon die untere Besetzungsgrenze erreicht.

Spätestens zum 1. Januar 1999 wird die Kerber-Gruppe noch weitere Kaufhof-Standorte dazu erhalten. Das Unternehmen firmiert dann unter dem neuen Betreiber Divag.


Ins Rollen brachte das Ganze die Veröffentlichung der Metro-AG vom 12. November 1998.


 

Das Suhler Kaufhaus passte sich harmonisch in die Innenstadt ein:

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Vorderansicht aus der Friedrich-König-Straße Blick vom Europa Congress Hotel in das Suhler Stadtzentrum Der Kaufhof aus Richtung Steinweg gesehen

ehemaliger PSION-SHOP im Kaufhof Suhl:

Seit 1992 vertrieben wir die gesamte Palette Handhelds und Zubehör der Firma PSION Deutschland-GmbH. Einem interessiertem Publikum standen wir mit fachlicher Kompetenz und Beratung zur Seite.

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